Tarifgespräche zwischen Marburger Bund und TdL in entscheidender Runde
Die Tarifgespräche zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund und der Tarifgemeinschaft der Länder nähern sich offensichtlich der entscheidenden Runde. Die am Samstag abgebrochenen Verhandlungen sollen heute fortgesetzt werden. Im Vorfeld der Gespräche übten sich die Beteiligten in der üblichen Rhetorik. So bezeichnete der Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes den Ärztestreik als “Sklavenaufstand”. Der Streik werde fortgesetzt, sofern sich die Gegenseite nicht bewege. Demgegenüber äußerte sich Niedersachsens Finanzminister Möllring als Verhandlungsführer der Länger skeptisch: Eine Übereinkunft sei offensichtlich nicht in Sicht.
Marburger Bund und TdL befinden sich seit Wochen in Verhandlungen um Lohnerhöhung und geringere Arbeitszeiten für 22.000 Mediziner in Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern. Der Marburger Bund forderte ursprünglich Lohnerhöhungen von 30%, zeigt sich mittlerweile allerdings kompromissbereit. Wegen Versorgungsengpässen und Rückstellungen von Operationen sind die Ärzte allerdings in die Kritik geraten. Unglückliche Äußerungen seitens des Vorsitzenden Montgomery (”Streik zur Fußball-WM“) führten teilweise zu kritischer Berichterstattung. Ein weiterer Erfahrungsbericht eines Patienten findet sich im Xlt-Blog.
Bildquelle: stadtleben.de

Am 13. Mai 2006 um 01:09 Uhr
Grußwort zum Streik der Ärzte…
Da die Verhandlungen zwischen CDU-Hardliner Hartmut Möllring als TdL-Chef und der Ärztegewerkschaft Marburger Bund unter Führung von Frank Ulrich Montgomery gescheitert sind, werden Ärzte an Universitätskliniken nun wochenweise in den Streik tret…