30. März 2009
Er ist noch relativ neu, der Basistarif der privaten Krankenversicherung. Zum 1. Januar 2009 wurde er eingeführt. Aber was Besonderes scheint er nicht zu sein und wem soll er weiter helfen?
Ohne Gesundheitsprüfung kann in den Basistarif der privaten Krankenversicherung wechseln. Man könnte meinen, dass man diese Chance nutzen sollte. Aber in Wirklichkeit ist der Basistarif der privaten Krankenversicherung nicht wirklich sonderlich attraktiv. Eine private Krankenversicherung ist er auch eigentlich nicht. Denn die Leistungen sind nämlich die gleichen wie in der gesetzlichen Krankenkasse auch.
Die private Krankenversicherung klagt nun vor Gericht und ist der Meinung, dass sich der Basistarif überhaupt nicht lohnt. Der Basistarif in der privaten Krankenversicherung ist alles andere als billig, denn 570,- € muss ein Versicherter dafür bezahlen und als Mitglied in einer privaten Krankenversicherung wird er auch nicht gerne gesehen.
Vor dem Bundesverfassungsgericht haben schon zahlreiche private Krankenversicherungen Beschwerde gegen den Basistarif eingelegt. Ihr Ziel ist es den Tarif zu kippen, da ihnen ein Modell aufgezwungen wird, der sich nicht lohnt. Wahrscheinlich hat die private Krankenversicherung Sorge, dass künftig zu viele kranke Patienten künftig bei ihnen versichert sein könnten. Die PKV-Unternehmen bekommen nun durch die fehlende Gesundheitsprüfung nun mit, was zum Beispiel chronisch Kranke wirklich kosten. Dennoch konnten sich die PKV-Unternehmen noch recht wirksam vor Patienten schützen, die tatsächlich eine gute und teure Behandlung benötigten.
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27. März 2009
Nach und nach dürfte der Beitrag der privaten Krankenversicherung ansteigen. Die Entscheidungen der Gesundheitsreform sind die Gründe, dass es zunehmend zu finanziellen Belastungen in der privaten Krankenversicherung führt.
Die private Krankenversicherung hat es in Deutschland eigentlich recht gut. Von einem recht guten System profitiert sie, denn es dürfen nur Selbstständige, Beamte und Gut-Verdiener in ihr versichert sein. Dies kommt zu einem Effekt, es gab bislang mit den Beitragsrückständen kaum Probleme. Dadurch hat das Mahnwesen wenig zu tun. Dies ist kein Wunder, denn hohe und gesicherte Einkommen ergeben eine gute Zahlungsmoral. Selbst die Versicherten darf sich die private Krankenversicherung nach ihren eigenen Vorstellungen aussuchen, denn Menschen mit gravierenden Vorerkrankungen oder Chronisch Kranke, werden gleich zum Opfer bei der Sortierung. Somit kann die private Krankenversicherung ihre Beiträge und Kosten gering halten.

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24. Dezember 2007
Eine bessere Versorgung als Kassenpatienten zu erwarten hat, wer in der PKV Mitglied ist. Dies ist ein offenes Geheimnis. Jedoch gibt es auch hier Grenzen. Es kommt immer häufiger vor, dass die privaten Versicherungen „nein“ zu von Patienten eingereichten Rechnungen sagen.
Das Magazin Focus hat unter der Überschrift „Knauseriger als manche Kasse“ einen Beitrag veröffentlicht, die privaten Krankenversicherungen über die „Zahlungsmoral“ beleuchtet. Das Ergebnis: Die Versicherungen verweigern immer häufiger die vollständige Übernahme der Arztkosten. In den privaten Krankenversicherungen sind jede Menge Mitarbeiter beschäftigt, auffällige, eingehende Rechnungen zu prüfen. Beispielsweise prüft die Allianz PKV nach Angaben des Focus jede elfte Rechnung.
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18. November 2007
Jetzt ist klar: Gegen Teile der Gesundheitsreform werden die privaten Krankenversicherungen (PKV) in Karlsruhe klagen. Ein Dorn im Auge ist vor allem der Basistarif für die Privatversicherungen.
Für eine juristische Auseinandersetzung hat man sich entschieden: in Karlsruhe vor dem Bundesverfassungsgericht werden 47 der 48 im Verband der PKV organisierten Mitglieder klagen. Für nicht verfassungsgemäß halten sie Teile der Gesundheitsreform. Betont gelassen bleibt noch das Bundesgesundheitsministerium. Es heißt, man habe schließlich alle Schritte der Reform juristisch prüfen lassen. Die Chancen stehen allerdings gar nicht mal so schlecht, dass Teile der Gesundheitsreform vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern werden.
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10. Oktober 2007
In Deutschland besteht seit dem 01. April 2007 für Menschen, die noch nie Krankenversichert waren und für Personen die schon einmal gesetzlich versichert waren Versicherungspflicht. Auch Personen, die früher einmal privat Versichert waren, sollten wieder bei ihren privaten Krankenkassen unterkommen.
Die Verbände der gesetzlichen Krankenversicherung haben in einer gemeinsamen Erklärung auf das Problem der einen fehlenden Krankenversicherung hingewiesen. Um den Krankenversicherungsschutz zu gewährleisten, rufen sie Nichtversicherte aus, sich zu melden. Die Zahl der Nichtversicherten in ganz Deutschland deutlich zu senken, ist das Ziel. Umstritten ist, wie viele Menschen tatsächlich ohne Krankenversicherungsschutz leben. Die Bundesregierung geht von ca. 400.000 Menschen aus, die Spitzenverbände der Krankenkassen halten diese Zahl für viel zu hoch.
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20. September 2007
Mit höheren Krankenkassenbeiträgen rechnet der Bundesverband der Verbraucher- zentralen. Bevor die mageren Jahre kommen, müssten schließlich die Krankenkassen ein Polster schaffen.
„Bis 2009 wird es sicher noch Beitragserhöhungen durch die Krankenkassen selbst geben“, sagte Gerd Billen, Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen.
Der Grund ist für Ihn ist ganz klar: „Sie haben ein Interesse daran, sich einen soliden Finanzpuffer zuzulegen, weil dann die mageren Jahre kommen werden.“.
Gerd Billen geht stark davon aus, dass ab 2009 durch den Gesundheitsfonds, mit finanziellen Nachteilen für die gesetzliche Krankenversicherung zu rechnen ist.
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23. August 2007
Es ist üblich geworden, den Beginn von Reformen weit in die Zukunft zu verlegen. Dadurch wird heute noch niemand von den Nachteilen betroffen. Wenn dann am 01.07.2008 die Reform der Pflegeversicherung in Kraft tritt und die Menschen die Änderungen spüren, wird darauf verwiesen, dass doch alles bereits in der Vergangenheit “einvernehmlich” beschlossen wurde.
Die große Koalition hat die Chance auf einen zukunftsorientierten Umbau vergeben. Statt den von allen wissenschaftlichen Fachleuten geforderten Umstieg auf die Kapitaldeckung zu vollziehen oder zumindest einzuleiten, baut sie das Umlageverfahren der gesetzlichen Pflegeversicherung sogar noch aus. Die Beiträge steigen um 0,25 Prozentpunkte auf 2,2% für Kinderlose (1,95% mit Kindern). In einer stark alternden Gesellschaft mit zunehmenden Fällen von Krebserkrankungen, Diabetes, Alzheimer usw. werden die Kosten massiv ansteigen. Da bekannt ist, dass die Zahl der Beitragszahler weiter zurückgeht, wird die Lastenverschiebung auf die jüngere Generation ungebremst fortgesetzt. Damit bewirkt das Gesundheitsministerium das Gegenteil von Generationensolidarität.
Autor: Lothar von Helden
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17. August 2007
Seit dem 01.04.07 müssen ehemals gesetzlich Versicherte, die ihre Krankenversicherung verloren haben, von der gesetzlichen Kasse wieder aufgenommen werden.
Ab 01.07.07 gilt das für ehemals privat Versicherte, die in den Standardtarif aufgenommen werden müssen ohne Risikozuschlag oder Leistungs-ausschluss.
Während der Reformdebatte wurde von der Gesundheitsministerin die Zahl von 300.000 Nichtversicherten genannt, die bis spätestens 01.01.09 durch eine neue gesetzliche Krankenversicherungspflicht wieder zurückgeholt werden sollen. Der “Ansturm” bei den gesetzlichen Kassen beträgt weniger als 5% der genannten Personenzahl. Bei den privaten Krankenversicherungen gibt es nicht einmal 0,7% an konkreten Anfragen. Diese Zahlen kommen nicht ansatzweise in die Nähe der vom Gesundheitsministerium immer wieder genannten Zahl.
Man muss sich ernsthaft fragen, ob das Problem der Nichtversicherten vom BMG nur dramatisiert worden ist, um den staatlichen Einfluss auf die Krankenversicherung zu erhöhen.
Autor: Lothar von Helden
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